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Medaillenregen bei DM

Die Deutschen Rollkunstlaufmeisterschaften in Weil am Rhein waren die erfolgreichsten seit vielen Jahren für das Seestadt-Team! Daniel Domaschke räumt in der Schülerklasse A mit dreimal Gold in Pflicht, Kür und Kombination richtig ab.

Sarah Kristin Behlen gewinnt Gold in der Schüleklasse B1 in der Pflicht und schafft mit Silber in der Kombination eine kleine Sensation. In der Jugendklasse der Damen gewinnt Lina Goncharenko Bronze in der Kombination vor Franziska Glandien auf Platz 4. Und in der Juniorenklasse setzt Jennifer Poppe noch einen oben drauf: Silber in der Kürwertung und Gold in der Kombination!

Bei der Jugend- und Kadetten Europameisterschaft in Florenz / Italien startete in der Jugendklasse  Lina  in der Pflicht und Daniel   in der Schülerklasse in der Kombination. Beide konnten ihre Saison sensationell erfolgreich krönen! Lina gewinnt die Silbermedaille in der Pflicht und Daniel schafft in der Kombination die Bronzemedaille

Rollerbeasts dominieren ihre Klasse

Das Rollkunstlauf-Team des Bürgerparkclubs ERC startete bei den Deutschen Meisterschaften für Rollkunstlauf-Showgruppen in Wolfsburg am vergangenen Samstag zwar nicht alleine, war aber beim Anblick des Ergebnisses durchaus konkurrenzlos. Die neun Seestädterinnen präsentierten in ihrem Programm mit dem Titel „Lift Off“ die erste Reise der Menschheit zum Mond mit einer anspruchsvollen Choreografie, welche durchaus internationales Format besitzt.  Zwar blieben die Rollerbeasts nicht ohne Fehler, diese konnten den absolut positiven Gesamteindruck jedoch nicht schmälern. Sowohl der Programmaufbau, als auch die Kostüme lassen auf eine gute Platzierung bei den kommenden Europameisterschaften hoffen.

Sie distanzierten sich deutlich vor der nationalen Konkurrenz, die mit der Auswahl und der Präsentation ihrer Programme eher enttäuschte. So traf der Deutsche Rollsport- und Inlineverband (DRIV) nach dem gelungenen Auftritt der Rollerbeasts dann auch die folgerichtige Entscheidung, den ERC als alleinigen Vertreter der deutschen Farben zu den Europameisterschaften vom 01. bis 04. Mai ins italienische Modena zu entsenden.  Darauf können die Rollerbeasts bestehend aus Alicia Blum, Cheyenne Carpene, Constance Hoßfeld-Seedorf, Insa und Mareike Kappelmann, Merle Meyer, Nina Mick, Milena und Thjana Roes  durchaus sehr stolz sein. Der Fleiß und Ehrgeiz der vergangenen Jahre sich ständig verbessern zu wollen, hat sich damit schon ausgezahlt.

Die Mädels werden die kommenden Wochen nutzen, um am Feinschliff und vor allem der Nervenstärke zu arbeiten. Diese ist dringend erforderlich, um bei der EM in Italien auch die volle Leistung abrufen zu können. Denn Rollkunstläufer schätzen und fürchten Meisterschaften in Italien gleichermaßen. In dem Rollkunstlaufland-Nummer-Eins herrschen absolut professionelle Rahmenbedingungen. Die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit lässt die meisten Nationen erblassen, die Atmosphäre bei Wettkämpfen gleicht durchaus der von vollen Eisstadien während eines Eishockeyspiels hierzulande. Hiermit müssen die Seestädterinnen klarkommen, ansonsten werden ihnen die Nerven einen Strich durch die Rechnung machen. Um fit für die EM zu werden, ist die spanische Choreografin Gemma Margit Miró verantwortlich. Die wohnt in den Niederlanden und ist somit ohne große Umstände schnell in Bremerhaven. Es sind mehrere Wochenenden für intensive Trainingslager geplant, unter der Woche stehen weitere Einheiten auf dem Plan. Zusätzlich sind als Vorbereitung u.a. Auftritte in den Drittelpausen bei den  Heimspielen der Skaterhockey-Vereinskollegen der Whales während Ihrer Heimspiele auf der Rollsportanlage geplant.

Rollerbeasts mit Gänsehautfaktor

Die Rollerbeasts haben sich nach der letzten schwierigen Saison wieder aufgerappelt. Mit einem stark verjüngten Team und 5 neuen Mädels an Bord wurde in diesem Jahr wieder der deutsche Meistertitel anvisiert. Es galt die Schmach vom letzten Jahr „nur“ Deutscher Vizemeister zu sein, wieder auszumerzen. In diesem Jahr hatte Constance Hoßfeld-Seedorf die zündende Idee für die neue Choreografie: Die Frau im Moor. Tatkräftige Unterstützung kam natürlich wieder von unserer spanischen Choreografin Alina Sabate´.  Mit viel Fleiß und Motivation wurde bis zu viermal wöchentlich trainiert. Wie eigentlich immer, blieben auch dieses Jahr nur knapp 7 Wochen Zeit um sich das neue Programm zu erarbeiten. Vor allem die Neuzugänge mussten hart trainieren, um sich an das erforderliche läuferische Niveau anzupassen. Alles in allem liefen die Vorbereitungen jedoch sehr gut und auch die Kostüme wurden (fast) rechtzeitig fertig.

Die Rollerbeasts konnten also mit gutem Gefühl nach Einbeck zur Deutschen Meisterschaft reisen. Schon beim offiziellen Meisterschaftstraining der „Kleinen Gruppen“ zeichnete sich ab, dass diesmal bei der Titelvergabe eigentlich nichts schief gehen sollte. Trotzdem war die Anspannung vor dem Wettbewerb natürlich groß. Für die Neuzugänge war das erste Mal  ohnehin sehr aufregend, während die „Alten“ ein bisschen um die nervlichen Qualitäten der jungen Damen bangten.

Als erstes Team mussten die „Baltic Stars“ aus Kiel als Titelverteidiger mit dem Thema „auf der Jagd“ aufs Parkett. Bis auf einen kleinen Sturz am Anfang kamen sie gut durch. Sie blieben mit dem neuen Programm jedoch läuferisch und choreografisch hinter den Erwartungen zurück. Dementsprechend fiel die Wertung recht zaghaft aus. Am Ende musste sich der Deutsche Meister des Vorjahres mit dem Dritten Platz begnügen. Als zweites Team starteten die „Golden Wheels“ der LTS Bremerhaven und zeigten mit ihrem neuen Programm „Viren“, dass sie sich bei der Musik- und Choreografieauswahl einiges bei den internationalen Top-Teams abgeguckt haben. Sie lieferten eine solide Leistung ab und setzen sich damit verdient auf den zweiten Platz.

Mit ausdrucksstarkem und sehr aufwändigen Make up gingen die Rollerbeasts mit Startnummer 3 ins Rennen. Insgesamt war der Lauf etwas verhalten und die Formationen stimmten nicht hundertprozentig überein, jedoch ist der Schwierigkeitsgrad des Programms wesentlich höher, als bei anderen Gruppen. Die diesjährige Choreografie hat zudem durch die Musikauswahl und den Aufbau den „Gänsehautfaktor“, der vor allem den Anfang des Programms prägt. So zogen die Wertungsrichter dann auch entsprechend hohe Noten. Die Rollerbeasts eroberten sich mit dieser Leistung und über 6 Punkten Vorsprung zum Zweitplatzierten verdient den Deutschen Meistertitel zurück. Die Gruppe „Skate it easy“ mit dem Thema „Time“ konnte dann nicht mehr wirklich ins Geschehen eingreifen. Nachdem das Team im letzen Jahr einen Sprung nach vorne gemacht hatte, war das diesjährige Programm leider etwas zuviel „Schaulaufen“ statt Showgruppe. Sie belegten am Ende Platz 4.

Sowohl die Rollerbeasts als auch die Golden Wheels haben sich für die Teilnahme an der Europameisterschaft in Portugal qualifiziert.

Für die Vorbereitung zur EM haben die Rollerbeasts noch viel Arbeit vor sich. Das Programm muss neben dem Tempo vor allem noch bei der Exaktheit der Bewegungen und Schritte ordentlich zulegen. Dazu wird Alina wieder eingeflogen, die sicherlich dafür sorgen wird, dass der „Gänsehautfaktor“ über das ganze Programm erhalten bleiben wird…