Fans feiern ihre Whales

Bremerhavener Inline-Skaterhockeyteam verteidigen mit zwei Siegen doch noch den Meistertitel

BREMERHAVEN.Es war das erwartete Herzschlagfinale im Titelrennen um die Meisterschaft in der Inline-Skaterhockey-Regionalliga, das 45 Sekunden vor der Schlusssirene auf der Freifläche im Bürgerpark entschieden wurde. Mit einem 8:2-Sieg gegen den Tabellenführer aus Lüneburg ebneten sich die Whales Bremerhaven am Sonnabend den Weg zur Titelverteidigung, die am Sonntag mit dem 16:3-Heimerfolg gegen die Hannover Hurricanez perfekt gemacht wurde.

Die Ehrung nahm Staffelleiter Matthias Müller vor, der am Sonnabend das Endspiel verfolgte, aber wohl nicht damit gerechnet hatte, dass die Wale den Schlangen aus Lüneburg den Titel noch streitig machen könnten. Das Team von Spielertrainer Michael Fendt musste nach dem 7:12 in Lüneburg mit sechs Toren Differenz oder 13:8 gewinnen. So musste Müller in der Seestadt übernachten und ehrte die Whales am nächsten Tag nach dem Kantersieg vor 255 Zuschauern gegen Hannover.

Das Topspiel sahen 250 Whales-Anhänger, die für richtig gute Stimmung sorgten und ihre Mannschaft unterstützten. Topscorer Matthias Krüer war es, der den entscheidenden Treffer zum 8:2 erzielte. Der Offensivspieler markierte im Überzahlspiel aus zentraler Position sein fünftes Tor in dieser Partie. Danach ging er zu Boden und wurde von seinen Mitspielern in der Jubeltraube fast erdrückt.

Einen Tag später legte Krüer sieben Treffer gegen Hannover nach und verdrängte mit 68 Punkten noch den Lüneburger Sascha Fitzner (63) von der führenden Topscorer-Position, der sich in Bissendorf eine Spieldauerdisziplinarstrafe einhandelte und im wichtigsten Spiel der Saison passen musste.

„Mit zwölf Toren in zwei Partien hat Matthias noch einmal der Ehrgeiz gepackt“, sagte Fendt nach der Meisterehrung, der selbst gegen die Boars wie Tobias Schloder und Chris Otten getroffen hatte. Fendt sprach von einer guten Mannschaftsleistung mit vielen Tormöglichkeiten und fairen Verlierern aus Lüneburg, die nach dem 2:5-Anschlusstreffer sieben Minuten vor dem Ende wie das neue Meisterteam aussahen. Angetrieben von den Fans schlugen die Whales mit drei umjubelten Toren zurück. „An Tagen wie diesen“, dröhnte es laut aus den Lautsprechern, bevor die Feierlichkeiten in der Kabine weitergingen.

„So begeistert waren die Zuschauer noch nie. Unsere Jungs hatten den größeren Siegeswillen“, freute sich Teammanagerin Petra Krieg seit 2006 über den fünften Titel.

Blick auf die Kosten

Ob die Whales den Aufstieg in die Zweite Bundesliga wahrnehmen, werde bis Mitte November in aller Ruhe besprochen. „Wir werden abwarten wie viele Mannschaften dort überhaupt an den Start gehen. Natürlich müssen wir auch immer auf die Kostenseite blicken“, betont Krieg.

Im vergangenen Jahr hatten die Whales nach dem Verjüngungsprozess trotz des Titelgewinns auf den Aufstieg verzichtet, um der talentierten Nachwuchsschmiede genügend Zeit zur Entwicklung zu geben.

Whales: Buchheister, Tiedge – True, Wisotzka, Bennet Lütjen, Dennis Lütjen, Krüer, Otten, Kelke, Schloder, Stein, Strodtmann, Kurtenbach, Söhl, Bellinghausen.

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